Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Landwirtschaftsminister Josef Miller lobt "Sozialfeuerwehr"

Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg - 50 Jahre Dorfhelferinnendienst in Bayern

Miller

Als „aktive Sozialfeuerwehr" bezeichnete der Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller die Dorfhelferinnen in seiner Ansprache zum Festakt anlässlich des 50jährigen Bestehens des Evangelischen Dorfhelferinnendienstes in Bayern. Dorfhelferinnen kämen meist dann zum Einsatz, wenn die Bäuerin ausfällt, sei es krankheits-, unfall- oder gar todesbedingt. Der Evangelische Dorfhelferinnendienst Hesselberg begann 1958 mit der Anstellung von 10 Dorfhelferinnen. Derzeit sind 41 Dorfhelferinnen am Hesselberg angestellt. Sie leisten laut Pfarrer Bernd Reuter einen unverzichtbaren Beitrag zur Stärkung der Familienbetriebe im und für den Ländlichen Raum. Allein im Jahr 2007 konnten die Dorfhelferinnen vom Hesselberg 350 Familien an 43.685 Stunden entlasten. Der Dorfhelferinnendienst sei dabei die sinnvolle Ergänzung zum Evangelischen Betriebshelferdienst bzw. zum Evangelischen Familienpflegedienst Hesselberg. Dorfhelferinnen vertreten die Hausfrau und Mutter in ländlichen Haushalten und im landwirtschaftlichen Betrieb, wenn diese durch Krankheit, Unfall oder ähnliche Notfälle nicht mehr in der Lage ist, ihre Familie zu versorgen und betriebliche Aufgaben zu erfüllen. Neben der Familie müssen auch Garten und Stall versorgt werden. Insgesamt sind seit Bestehen der Einrichtung 454 Frauen zur Dorfhelferin geschult worden. Eine Dorfhelferin unterstützt daher immer tatkräftig Familien in ländlichen Regionen. Landwirtschaftsminister Miller betonte, die vergangenen 50 Jahre zeugten von Ausdauer und langen Atem, sowie von Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Die Dorfhelferinnen hätten keinen einfachen Dienst zu leisten: „Wer es im beruflichen Leben leicht haben will, ist hier am falschen Ort", so der Minister. Habe ein bayrischer Landwirt vor 50 Jahren durchschnittlich für die Ernährung von 15 Menschen gesorgt, seien es heute 120. Oberkirchenrat Detlev Bierbaum stellte in seinem Grußwort fest, dass Dorfhelferinnen zum „Fortbestehen" der Familien in Notsituationen beitrügen und oftmals dafür sorgten, dass die Hoffnung nicht aufgegeben würde. Für „Unverzichtbar" hielt Diakoniepräsident Dr. Ludwig Markert den sozialen Dienst der Dorfhelferinnen.

drucken nach oben