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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner - Jagdgenossen in Sorge

Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner macht den Jagdgenossen große Sorge
Das Fürstliche Haus von Oettingen habe erfreulicherweise erheblich in den Wildschweinbestand eingegriffen, so Jagdvorsteher Hermann Lindenmeyer auf der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Wassertrüdingen. Man hoffe, dass die Zahl der Flurschäden damit minimiert werden könne.  Lindenmeyer blickte auf das abgelaufene Jahr zurück, bedauerlicherweise habe es im Frühjahr einige Irritationen um eine geplante Flursäuberung gegeben, am Freitag den 11. April wurde ein neuer Anlauf genommen werden, die Flursäuberung fand in Zusammenarbeit von Jagdgenossenschaft, Hauptschule Wassertrüdingen und Stadt Wassertrüdingen statt. Bezüglich der Anschaffung eines Mulchgerätes habe man mit der Jagdgenossenschaft Altentrüdingen eine Vereinbarung getroffen, dies sei sinnvoll gewesen, es sei nämlich nicht zweckdienlich gewesen, wenn beide Jagdgenossenschaften je ein eigenes Mulchgerät angeschafft hätten.  Im November habe man eine Treibjagd im Baudenhardt durchgeführt, sehr erfreulich sei laut Hermann Lindenmeyer, dass das Fürstliche Haus Oettingen erheblich in den Wildschweinbestand eingegriffen habe, somit könne man zukünftig auf eine Minimierung der Flurschäden hoffen. Kassier Erich Rothgang absolvierte den „kurzen" Kassenbericht, größte Ausgabe des Jahres 2007 sei eine Spende in Höhe von 1500 Euro an den Förderverein zum Erhalt des Rettungswagens am Standort Wassertrüdingen gewesen. Über die Verwendung des Jagdpachts wurde anschließend beraten, man beschloss einstimmig nach kurzer Diskussion, dem Diakonieverein Wassertrüdingen, der im Jahr 2008 sein 100jähriges Jubiläum feiern könne, 1500 Euro zu spenden. Hugo Pelczer, bisheriger stellvertretender Jagdvorsteher, scheidet zum 30. April aus dem Amt des Bürgermeisters und somit auch aus der Jagdgenossenschaft aus, zu seinem Nachfolger im Amt des stellvertretenden Jagdvorstehers wurde sein gewählter Nachfolger Günther Babel einstimmig gewählt. Günther Babel sagte, ihm werde - so wie bei seinem Vorgänger - das „Miteinander" in der Jagdgenossenschaft sehr wichtig sein. Die Schwarzwildproblematik sei trotz des „Oettinger Eingriffs" sicher noch nicht ausgestanden. Pelczer verabschiedete sich sichtlich gerührt „aus dem schönen Amt", er betonte die stets hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Jagdgenossen, dem Jagdpächter und der Kommune. Großes Lob hatte Pelczer für den Jagdpächter Klaus Abel übrig, dieser sei „mit Herz und Seele dabei", und achte nicht nur auf die Jagd, sondern auch auf die Umwelt und die Landschaft. Die Zusammenarbeit mit ihm und der Jagdgenossenschaft habe ihm immer Freude gemacht. Mit einem Schuss Ironie bedankte sich Klaus Abel bei Hugo Pelczer, der als Rathauschef bei den „ökologischen Spinnereien" des Jagdpächters oftmals ein Auge zugedrückt habe. Der geforderte Abschussplan sei erfüllt worden, so Abel, Füchse und inzwischen auch wieder Iltisse würden intensiv bejagt. Mit der Entwicklung der Rebhuhnpopulation könne man zufrieden sein, an ein Jagen sei allerdings aus Sicherheitsgründen nicht zu denken. Der Biber bereite nach wie vor Probleme. Mit den angrenzenden Jagdgenossenschaften und mit dem Pächter der Staatsjagd bestehe ein sehr gutes Verhältnis. Forstdirektor Heinz Dalhäuser sagte, unter Wassertrüdingens Jagdgenossen fühle er sich immer „wie daheim".  Der Holzmarkt sei sehr empfindlich und derzeit erheblich beeinträchtigt durch die amerikanische Finanzkrise, so Dalhäuser, der Borkenkäfer bereite weiterhin Probleme. In Kanada wüte der Borkenkäfer in einem Ausmaß, an das man in Bayern gar nicht zu denken wage. Der „Eichenprozessionsspinner" sei „ein ganz wüster Genosse" der große Probleme bereite, der Landkreis plane zusammen mit den Kommunen einige Ansprechstellen einzurichten. Was vielen Wald- und Baumbesitzern nicht bewusst sei, sei dass jeder Eigentümer „als Störer" für Gefahren, die von seinem Eigentum ausgingen, verantwortlich gemacht werden könne, der „Eichenprozessionsspinner" sei so seine Gefährdung. Der Eigentümer hafte dann in einer Größenordnung bis hin zum kompletten Wert, den das Grundstück habe.

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