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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Auszeichnung von Hausbesitzern

Hausbesitzer
Hausbesitzer die sich um die Altstadt verdient gemacht haben wurden besonders geehrt

Die historischen Innenstädte litten unter einer zunehmenden Entleerung, so Dekan Hermann Rummel, Vorsitzender der Wassertrüdinger Altstadtfreunde, im Rahmen seiner Festansprache zur Verleihung von Auszeichnungen an Hausbesitzer, die sich seit Gründung der Altstadtfreunde besondere Verdienste um die Stadtbildpflege in der inneren Altstadt erworben haben: „Geschäfte werden geschlossen, Menschen ziehen in die Außenbezirke, Geschäfte stellen sich dem Wettbewerb auf der grünen Wiese.“ Der Verein der Altstadtfreunde habe nach seiner Gründung im April 2006 sofort großen Zuspruch erlebt, so der Dekan. Allerdings sei mangels Masse nicht, so wie etwa in Nürnberg, die Möglichkeit gegeben, selbst Häuser zu kaufen und zu sanieren. In Wassertrüdingen müsse man „kleinere Brötchen backen“, etwa beratend tätig werden, kleine Verbesserungen mit zu finanzieren und vor allem ideell zu unterstützen. Auf seine Anregung hin habe die Mitgliederversammlung beschlossen, Hauseigentümern, die seit Gründung der Altstadtfreunde aktiv wurden und ihr Eigentum sanierten und verschönerten, öffentlich im Rahmen einer kleinen Feierstunde zu danken. Ihm sei es auch besonders wichtig, dies öffentlich zu machen, um Impulse zu geben, so Rummel. Denn viele Menschen würden aktiv, und anscheinend nehme dies niemand wahr. Die zu Ehrenden hätten sich bewusst dazu entschieden, ihr Eigentum in der inneren Altstadt zu pflegen und zu verschönern, damit Menschen auch gerne hier leben und entdecken könnten, „dass es lebens- und liebenswert ist, dieses Städtchen am Hesselberg.“ Das seien die, die eine Grundsanierung in Angriff genommen hätten, aber auch diejenigen, die nur die Fassade renovierten, das Dach deckten oder neue Fenster einbauten. Die Bürger, die Einheimischen und die Touristen könnten sich daran freuen, wenn Häuser wieder in neuem Glanz erstrahlen. Das Engagement sei nicht nur für die Hauseigentümer selbst, sondern auch für die anderen eine „Augenweide“. Vier Familien und Objekte hob Rummel besonders hervor, nämlich die Familie Beil, die das „Marktcafe“ und die „Spalter Bierstube“ so hervorragend renoviert hätte, die Familie Boos aus Finning am Ammersee, die das so genannte „Spieß-Haus“ in der Kirchgasse wieder zu einem Kleinod werden ließ, und die Unternehmerfamilie Stark aus Auhausen, die einem abbruchreifen Anwesen in der Höllgasse zu neuem Glanz verhalf. Die Leistung der anderen Hausbesitzer solle dadurch keinesfalls gemindert werden, so Rummel, jeder der in die Altstadt investiere verdiene höchstes Lob und Anerkennung. Schon jetzt seien weitere Objekte „in Bearbeitung“, so Rummel, etwa der ehemalige „Brandenburger Hof“ in der Mühltorstraße und das so genannte „Göller-Haus“ am Hafenmarkt. Bürgermeister Hugo Pelczer sagte in seinem Grußwort, die Prioritäten hätten sich geändert: Sei in den 50er und 60er Jahren die Linderung der Wohnungsnot ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden, und habe in den 70er Jahren die Abrissbirne gewütet, sei man heute froh und dankbar über jeden Bürger der in die Altstadt investiere. Man dürfe nicht nur jammern, sondern solle etwas gegen den Trend tun. So sei es auch wichtig, dass die öffentliche Hand eingreife, etwa durch den geplanten Bau einer Radlerherberge mit Bürgersaal am Marktplatz oder der geplanten Museumserweiterung. Die Altstadt brauche „Frequenzbringer“. Glücklicherweise gebe es am Wassertrüdinger Marktplatz bisher fast keinen Leerstand, dennoch müsse es durch Stadtumbau gelingen, wieder mehr Leben in die Altstadt, dem historischen Kern, zu bringen.

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