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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Diakonieverein feiert 100jähriges Jubiläum - Kindergarten als Dreh- und Angelpunkt

Luftballon
Luftballonaktion im Hof des Kindergartens Eislerstraße

Der Diakonieverein Wassertrüdingen feiert vom 13. bis 15. Juni 2008 sein 100jähriges Gründungsjubiläum: Im Oktober 1908 waren in Wassertrüdingen die Statuten für den Diakonieverein von Bürgermeister Endsberger und Dekan Tretzel unterzeichnet worden, damals noch auf dem Hintergrund, eine „Kinderbewahranstalt“ in Wassertrüdingen zu errichten. Ein Jahr später wurde bereits die erste Gemeindeschwester eingeführt, 1913 verfasste man die erste Satzung des Vereins, als Ziele wurden postuliert, einen Kindergarten zu errichten und Kranke zu pflegen. Als „kluge Entscheidung“ bezeichnet es Chronist Norbert Ott, den Bürgermeister und den Magistrat als Ausschussmitglieder einzubeziehen, denn dadurch sei ein Teil der Grundfinanzierung durch städtische Zuschüsse gesichert worden. Mit dem Bau des Kindergartens in der Eislerstraße (der Zugang in der heutigen Zeit erfolgt über die Bahnhofstraße) habe der Verein sich dann einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Bewährungsproben unterworfen war der Verein laut Chronist in den Weltkriegen, vor allem im zweiten Weltkrieg und den Jahren davor während der Zeit nationalsozialistischer Herrschaft. Von den braunen Horden wurde man so geknebelt, dass man sogar an eine Auflösung des Vereins dachte, zumal die Räumlichkeiten des Kindergartens sogar Veranstaltungen der NSDAP dienen mussten. Ein breites Betätigungsfeld hatte der Verein nach dem zweiten Weltkrieg, durch Flüchtlinge verdoppelte sich die Einwohnerzahl Wassertrüdingens, die Not war groß. 1967 richtete die katholische Kirchengemeinde einen eigenen Kindergarten ein, 1979 besuchten 75 Kinder den Kindergarten, in späteren Jahren waren es weit über 100. In den 90er Jahren musste ein Kindergartenplatz über Jahre hinweg vorgebucht werden, heute stellt sich die Situation wieder anders dar. Die Diakoniestation Dinkelsbühl-Wassertrüdingen, die von Wassertrüdingen aus aufgebaut wurde, und die Trägerschaft der „Förderschule vom Guten Hirten“ kamen später als Vereinsaufgaben hinzu. Wichtig sei es, neue Mitglieder zu generieren, um die Aufgaben weiterhin bewältigen zu können, so Dekan Hermann Rummel auf der Jahreshauptversammlung 2008. Das Jubiläum steht daher auch im Zeichen intensiver Mitgliederwerbung. Die Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen am Freitag, 13. Juni, mit einem „Gottesdienst der helfenden Hand“ in der Stadtkirche. Anschließend trifft man sich zum geselligen Abend mit den „Wörnitz-Russen“ zum Kirchplatzsingen am Kulturzentrum. Am Sonntag, 15. Juni, wird um 10 Uhr zum Familiengottesdienst in die „Förderschule Zum Guten Hirten“ eingeladen, anschließend findet ein Gemeindefest statt. Den Abschluss bildet ein Konzert um 16 Uhr mit Andi Weiß unter dem Motto „Ungewohnt leise“. Zudem werden verdiente Mitarbeiter geehrt.

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