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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Es steckt noch viel Potential im "Städtle" - Statement von Bürgermeister Günther Babel

Eigentlich könnte Günther Babel, seit 1. Mai 2008 Erster Bürgermeister von Wassertrüdingen, ganz zufrieden sein. Die Einwohnerzahl ist entgegen einem seit Jahren anhaltenden Rückwärtstrend nun wieder im Steigen, die Zahl der Arbeitsplätze auch, Investoren haben Interesse am Standort Wassertrüdingen, und wenn Günther Babel in die Markt- und Standortanalyse der GfK Nürnberg, die sie im November 2007 für Wassertrüdingen erstellt hat, blickt, erkennt er darin viele hoffnungsvolle Zeichen: Wassertrüdingen ist beispielsweise eine junge Stadt, im bayern- und deutschlandweiten Vergleich fällt auf, dass in der altersstrukturellen Zusammensetzung der Bevölkerung die Jugend überdurchschnittlich stark vertreten ist. Die Arbeitslosenquote von rund 4 Prozent gleicht fast der Vollbeschäftigung (diese liegt bei 3 Prozent), die Beschäftigungszentralität liegt bei knapp 120 Prozent, was bedeutet, dass mehr erwerbstätige Personen nach Wassertrüdingen ein- als auspendeln. Die Wanderungsbilanz der Senioren ist positiv, was bedeutet, dass Wassertrüdingen für Großstädter etwa aus München und Nürnberg als Alterswohnsitz attraktiv ist. Oft liegt es daran, dass „Bildungswanderer“ nach dem Ende der Arbeitsphase wieder zurück in die alte Heimat streben. Weniger positiv ist für Babel und den Stadtrat allerdings die Erkenntnis, dass der Anteil des Erwerbspersonenpotentials in Wassertrüdingen unter dem Landesdurchschnitt liegt, hier wird deutlich, dass Wassertrüdingen im Verhältnis zur Einwohnerzahl zwar über sehr viele, aber über zu wenig hochqualifizierte Arbeitsplätze verfügt. Das schlägt sich auch in der Kaufkraft nieder, die in Wassertrüdingen spürbar schwächer wie in anderen Landesteilen ist. Weiterhin schmerzt die Bildungswanderung mit über 10 Prozent, Studierende und Auszubildende zieht es weg von Wassertrüdingen, und nicht jeder kehrt zurück, vor allem wenn er nach dem Abschluss des Studiums in Wassertrüdingen keine Arbeitsstelle findet. Und im Dienstleistungsbereich rangiert Wassertrüdingen im bayernweiten Vergleich gar im hinteren Drittel. Dem Ausbau der Infrastruktur galt in den letzten Jahren der Schwerpunkt der Bemühungen des Stadtrats, hier standen der Bau der Tangenten und der Ortsumfahrung von Altentrüdingen an oberster Stelle in der Tagesordnung, die Verbindung in die Zentren und der Anschluss an die Autobahnen wurde stets optimiert, wobei die geplante Ortsumgehung von Unterschwaningen auch sehr im Sinne des Wassertrüdinger Kommunalinteresses steht. Ziel des kommunalen Interesses ist derzeit, die Trasse der geplanten Bundesstraße B 131 (neu), die in den nächsten Jahren die Autobahn A 9 (München – Nürnberg) mit der A 7 (Füssen – Würzburg) verbinden soll, über die Wassertrüdinger Tangenten zu führen.

 

Wertschöpfungsdefizit und Kaufkraftabfluss

  

Darüber hinaus hat sich Bürgermeister Babel fest vorgenommen, die Bereiche, in denen die GfK Nürnberg in Wassertrüdingen noch Kaufkraftabfluss und Wertschöpfungsdefizit festgestellt hat, anzupacken. Dies ist im Bereich des Einzelhandels teils erheblicher Kaufkraftabfluss im Fachmarktbereich (hier ist von mehreren Millionen Euro die Rede), im touristischen Bereich steckt laut GfK Nürnberg noch enormes Potential im „Städtle“. Wassertrüdingen hat laut GfK eine Chance als Naherholungsraum für die süddeutschen Metropolen, allerdings könne nur ein attraktives Angebot eine Nachfrage auslösen. Und das ist derzeit nur in kleinsten Ansätzen vorhanden. Ganz oben auf Babels Hausaufgabenliste stehen daher Bemühungen zur Ansiedlung bzw. Reaktivierung eines Hotels in Wassertrüdingen, zumal auch die GfK Studie davon spricht, dass eine exklusive Hotelanlage in Wassertrüdingen Marktchancen hat, allerdings nur in Konnexion mit der heimischen Wirtschaft, dem Schlosspark Dennenlohe, dem UNESCO Weltkulturerbe Limes und im Aufbau eines Sekundärangebotes für das „Fränkische Seenland“. In einem Punkt ist Wassertrüdingen spitze, wie die GfK feststellt: Mit knapp 30.000 qm Verkaufsfläche, davon 3500 im Altstadtbereich, ist Wassertrüdingen mit seinen 6000 Einwohnern bayernweit spitze. Die Synergien, die überregionale Anbieter wie etwa XXXLutz auslösen, sollen auch zur Belebung der Wassertrüdinger Altstadt beitragen. Lösungsmöglichkeiten will man nun auch im Rahmen des Förderprojekts „Leben findet Innen Stadt“ eruieren, hier ist ein Citymanagement aufzustellen, im Gegenzug erhält Wassertrüdingen teils erhebliche Fördermittel zum Aufbau eines Radlerhotels am Marktplatz als Frequenzbringer für die Altstadt. Trotz einiger dunkler Wolken blickt Babel zusammen mit dem Stadtrat optimistisch in die Zukunft. Und er hofft auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung. Schlechtgerede bringe nicht weiter, so Babel. Jeder, dem Wassertrüdingen am Herzen liege, wird von ihm aufgefordert, sich positiv am Entwicklungsprozess zu beteiligen, gemäß dem Leitspruch der Stadt: „Nachhaltigkeit bedeutet, große Visionen für Wassertrüdingen vor Augen zu haben und im Rahmen unserer Möglichkeiten kleine Schritte in die richtige Richtung zu setzen.“  

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