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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Sondersitzung des Stadtrates am 15. September: Neues Städtebauförderungsprogramm mit Citymanagement

Langquaid
In Langquaid bei Kehlheim ist der Stadtentwicklungsprozess unter Citymanagement schon gelaufen, Vertreter der Stadtrates und der Verwaltung hatten sich dort grundlegend informiert (unser Bild zeigt links die Bürgermeister Günther Babel und Herbert Blaschek in Langquaid, rechts zweite Bürgermeister Monika Breit).“

Mittels einer Markt- und Standortanalyse der GfK Nürnberg hat die Stadt Wassertrüdingen im Jahr 2007 eine gründliche Bestandsaufnahme erhalten, die inzwischen zum täglichen Handwerkszeug in der Verwaltung gehört. Es wurden viele positive Ansätze herausgearbeitet, aber auch einige Schattenseiten wurden offen gelegt. Aufbauend auf die Erkenntnisse aus der GfK-Studie wird die Stadt jetzt in das neue Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ eintreten, das ein City-Management vorsieht, und in dem jeder einzelne Bürger zum „Mitmachen“ aufgerufen ist. Bürgermeister Günther Babel und der Stadtrat könnten eigentlich ganz zufrieden sein, denn viele Erkenntnisse aus der Grundlagenstudie sind positive Signale: Wassertrüdingen ist in punkto Beschäftigtenzentralität, Zahl der Arbeitsplätze und Verkaufsflächen bayernweit an der Spitze, die Bevölkerungsabwanderung scheint gestoppt, und Wassertrüdingen ist eine Kommune mit einem besonders auffälligen hohen Anteil junger Menschen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, und so hat die GfK auch offen gelegt, dass in vielen Bereichen Angebotsdefizite vorherrschen, so im Hotel- und Gastronomiebereich, und in der Dienstleistung, hier insbesondere in den Bereichen Tourismus und Marketing. Die GfK hat Wertschöpfungsabflüsse in Millionenhöhe festgestellt, etwa im Bereich Schreibwaren, Bücher, Lederwaren und Bekleidung, und obwohl sich im Westen und Osten von Wassertrüdingen jährlich Millionen von Touristen aufhalten, ist es noch nicht gelungen, in Wassertrüdingen nachhaltig touristische Wertschöpfung zu betreiben. Die Altstadt leidet zudem unter „Besucherfrequenz“, in den Köpfen vieler Menschen, besonders der der Einheimischen, ist das Bild der eigenen Stadt noch „negativ“ besetzt. Nachdem das alte „Bund – Länder – Städtebauförderungsprogramm“ ausgelaufen ist, ist die Stadt Wassertrüdingen derzeit dabei, die Rahmenbedingungen für ein neues Programm zu erarbeiten, in das Wassertrüdingen auf Empfehlung der Regierung von Mittelfranken eingetreten ist: Es heißt „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“, und ist auf den Ideen des Projekts „Leben findet Innen Stadt“, in dem einige auf ganz Bayern verteilte Gemeinden bereits erfolgreich eine Umgestaltung vorgenommen haben, aufgebaut. Dies bedeutet, dass ein „Citymanager“, der auf Empfehlung der Regierung von Mittelfranken „von außen“ kommt, Netzwerke bildet, Projekte erarbeitet und betreut, dies alles in Kooperation mit einer Lenkungsgruppe und einem Arbeitsgremium. Jeder Bürger sei aufgerufen, sich an diesem Prozess zu beteiligen, so Bürgermeister Günther Babel. Wer Ideen und Vorschläge habe, sei eingeladen, sich an dem „Arbeitsgremium“ zu beteiligen. Gemeinsames Ziel sei es, Wassertrüdingen gemeinsam „fit für die Zukunft“ zu machen, mit Leben zu erfüllen und insbesondere auch jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Wassertrüdinger Stadträte und Vertreter der Verwaltung haben sich in Langquaid bei Kehlheim bereits über die Umsetzung des neuen Programms informiert, die niederbayrische Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern war eine der Referenzgemeinden aus dem Projekt „Leben findet Innen Stadt“. Bürgermeister Herbert Blaschek sei sehr auskunftsfreudig gewesen und habe den Vertretern der Stadt wertvolle Tipps gegeben, so Babel. Er hoffe, dass der Wassertrüdinger Prozess genauso erfolgreich ablaufe wie in Langquaid. Am Montag, den 15. September, findet um 18 Uhr eine öffentliche Sitzung des Stadtrates statt, in deren Verlauf sich zwei „Citymanager“ vorstellen werden. In dieser Sitzung soll auch die Entscheidung über die Zusammensetzung von Lenkungsgruppe und Arbeitsgremium beraten werden.

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