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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Grußwort des Ersten Bürgermeisters zum Jahreswechsel

Marktplatz
Die Wassertrüdinger Altstadt im Weihnachtsglanz

Sehr verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit 1. Mai 2008 durfte ich als Erster Bürgermeister der Stadt Wassertrüdingen zusammen mit dem gesamten Stadtrat und allen Mitarbeitern maßgeblich an der Entwicklung der Stadt mitwirken und die erfolgreiche Arbeit meines Vorgängers Hugo Pelczer sowie der ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats fortsetzen. Die Herausforderungen sind groß und die Aufgaben nicht einfach, an welchen wir jeden Tag mit vollem Einsatz für unsere schöne Stadt einschließlich der Ortsteile arbeiten dürfen.

Um zu wissen, wo man steht, und um zu erfahren, wie die Zukunft gestaltet werden kann, ist zunächst einmal eine gründliche Bestandsanalyse erforderlich. Diese haben wir mit der Markt- und Standortanalyse der GfK vom November 2007 vorgenommen. Es hat uns sehr gut getan, dass festgestellt wurde, dass wir eine junge Bevölkerungsstruktur, eine niedrige Arbeitslosenquote und eine hohe Beschäftigungszentralität haben. Für eine bayerische Kleinstadt mit rund 6000 Einwohnern sind 2400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und rund 33.000 qm Verkaufsfläche im Einzelhandel ein respektables Ergebnis, die GfK spricht gar von einem hohen Kaufkraftzufluss, den Wassertrüdingen zu verzeichnen hat. Wir dürfen ohne Hochmut sagen, dass wir hier bayernweit mit an der Spitze liegen.

Wir dürfen uns aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn wo Licht ist, da ist auch Schatten, der schleichende Rückgang der Bevölkerung, der Wertschöpfungsabfluss in Teilbereichen aufgrund mangelnder Angebote und eine sehr dürftige Dienstleistungsquote insbesondere im Hotel- und Gastronomiebereich sind Handlungsfelder, auf denen wir mit Vehemenz agieren müssen. Das neue Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ setzt genau an diesem Punkt an. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir im Rahmen eines Citymanagements, das im neuen Jahr seine Arbeit aufnehmen wird, Wassertrüdingen weiterhin „lebens- und liebenswert“ erhalten und Verbesserungen angehen. Eine unserer Ziele ist es, dass es uns gelingen möge, den Marktplatz attraktiver zu gestalten: Es muss uns gemeinsam – in Zusammenarbeit mit dem Bund der Selbstständigen, der Werbegemeinschaft und anderen Organisationen – gelingen, die Altstadt zu einem Zentrum für Einheimische und Touristen umzubauen. Dazu gehören attraktive Geschäfte, ansprechende Gastronomie, und Frequenzbringer wie etwa die Radlerherberge. Daher ist es für uns auch von enormer Wichtigkeit, Netzwerke zu bilden, etwa mit der Schmalzmühle, dem EBZ Hesselberg, dem Schlosspark Dennenlohe, und dem Römerpark Ruffenhofen. Das sind Anziehungspunkte, die Touristen anlocken, die Stadt kann davon nur profitieren, wenn sie attraktiv gestaltet wird. Im nächsten Jahr wird die Radlerherberge weitgehend fertig gestellt.

Gesichert durch einen hohen staatlichen Fördersatz aus einem Sonderfonds besteht für uns die einzigartige Möglichkeit, einen touristischen Frequenzbringer mit angehängtem Stadtsaal im Zentrum der Altstadt zu etablieren. Kopfzerbrechen bereitet uns im Moment das geplante Museum am Eingangsbereich des Marktplatzes, was ein weiteres Highlight im Altstadtbereich werden soll. Ein Ölschaden, der 20 Jahre zurückliegt, scheint nicht gänzlich beseitigt worden zu sein. Der Schwerpunkt der städtischen baulichen Maßnahmen konzentrierte sich im Jahr 2008 auf die Fertigstellung der Sanierung der Frankenstraße, der Brauhausstraße und der Gartenstraße, des Parkplatzes an der Lentersheimer Straße, sowie den Dorferneuerungsmaßnahmen in Fürnheim und Geilsheim. Saniert haben wir mit enormem finanziellem Aufwand das Dach der Hesselberghalle, Im sportlichen Bereich darf ich an die vorgenommenen Investitionen beim Beachvolleyballfeld, bei der Tartanbahn und dem DfB-Minispielfeld erinnern. Wassertrüdingen ist eine jugend- und sportfreundliche Stadt, diesen Ruf wollen wir auch weiter behalten.

Die Aufwertung des Wörnitzbades ist inzwischen auch von den meisten zuständigen Gremien der Entwicklungsregion als förderungsfähig anerkannt worden. Wir werden zügig daran weiterarbeiten, um die Zuschüsse nicht zu gefährden. Als großen Erfolg hat sich die vom Stadtrat beschlossene Ansiedlungsförderung erweisen. So manches von Leerstand bedrohte Haus konnte neu mit Leben erfüllt werden. Ebenfalls konnten wir durch die Ansiedlungsförderung Familien mit Kindern unterstützen. In unseren beiden Kindergärten der Kernstadt werden – von der Stadt unterstützt - im nächsten Jahr Erweiterungen für die Kleinkinderbetreuung getätigt werden. Kopfzerbrechen bereitet uns weiterhin die Wasser- und Abwassersituation, diese Probleme waren in den letzten Jahren bedauerlicherweise etwas zurückgedrängt worden. 2009 steht der Bau eines Hochbehälters mit einer Investitionssumme von zirka einer Million Euro auf dem Eisler an. Dann müssen wir – zusammen mit der Rastberggruppe – die Wasserversorgung sanieren. Weiterhin sind die Kläranlage und viele Leitungsnetze sanierungsbedürftig, diese Maßnahmen wollen wir in den nächsten Jahren angehen. Die Haushaltslage darf als „wohl geordnet angesehen“ werden. In punkto „Steuerkraft“, in der sich die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Kommune ausdrückt, sind wir von Platz 7 auf Platz 5 (940 Euro/Einwohner) im Landkreis Ansbach vorgerückt. Investitionen in größerem Umfang ohne gravierende Neuverschuldung sind weiterhin möglich. Und auch die Finanzierung unserer neuen Feuerwehr-Drehleiter, die wir im Frühjahr 2009 in Empfang nehmen dürfen, ist gesichert. Das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt, insbesondere in Vereinen, Verbänden und Organisationen, ist sehr groß. Im Namen des Stadtrates darf ich allen „Ehrenamtlichen“ herzlich danken. Danke sagen möchte ich auch unseren Gewerbetreibenden für das gute Miteinander. Ihr Engagement orientiert sich nicht nur am eigenen Betrieb, sondern auch am kommunalen Gemeinwesen. Viele große und reizvolle Aufgaben haben wir noch vor uns. Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, danke ich auf das Herzlichste für das Vertrauen, dass Sie dem gesamten Stadtrat und mir entgegengebracht haben. Für das neue Jahr 2009 wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen.

 Ihr Günther Babel

Erster Bürgermeister

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