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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Fraktionsvorsitzender Herrmann in Wassertrüdingen

Fraktionsvorsitzender Herrmann in Wassertrüdingen

Neiddebatte und Kinderfeindlichkeit, leider Alltag in Bayern und in Deutschland, seien fatal für eine moderne Gesellschaft, so Joachim Hermann, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag auf dem Neujahresempfang des CSU-Ortsverbandes Wassertrüdingen. Er forderte zu einem Umdenken auf, um Bayern, und hier vor allem den ländlichen Raum, nachhaltig voranzubringen. Aus allen Nähten platzte der Sonnensaal, als Joachim Hermann nach der Eintragung in das Goldene Buch zusammen mit dem Stadtrat dort erschien. Ortsvorsitzender Günther Babel stellte fest, daß das Jahr 2006 in Bayern von Freud und Leid geprägt gewesen sei. Er erinnerte an die Katastrophe von Lehrberg und an die Eisporthalle in Bad Reichenhall, aber auch an das Sommermärchen „Fußballweltmeisterschaft“ und an den Besuch des bayerischen Papstes in seiner Heimat. Dennoch sollte man mutig in die Zukunft schauen.


Joachim Hermann lobte zunächst die Wörnitz-Russen für ihre tolle musikalische Umrahmung des Neujahresempfangs, ihn habe es gefreut, daß auch das „Lied der Franken“ im Repertoire der Sänger enthalten war. Er habe fleißig mitgesungen und sei einer der wenigen, der alle sechs Strophen mitsingen könne. Die wirtschaftlichen Zahlen in Bayern seien positiv und ließen für die Zukunft hoffen. Wichtig sei es jetzt, so Hermann im Hinblick auf die derzeitigen Personal-Diskussionen in der CSU um die Fürther Landrätin Pauli, wieder zu Sachthemen zurückzukehren, und da sei die ländliche Entwicklung ein ganz wichtiges Thema. Als elementar wichtig bezeichnete Hermann den weiteren Ausbau der Datenautobahnen auch in den ländlichen Raum, denn das Internet im Highspeedzugang werde immer wichtiger bei Standortentscheidungen. Bayern könne stolz sein, viele Zukunftsinvestitionen angestoßen zu können, und das ohne staatliche Neuverschuldung. Hermann plädierte dafür, die christlichen Wurzeln nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, daß die Gesellschaft wieder familien- und kinderfreundlicher werde. Dies hänge sicher nicht von der Höhe des Kindergeldes, sondern vom täglichen Verhalten eines jeden einzelnen ab. Leider sei die Stimmung im Lande Kindern gegenüber nicht immer die beste. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“, so Hermann unter großem Beifall der Anwesenden. Als abstrus bezeichnete Hermann das jüngste Urteil eines Hamburger Verwaltungsgerichts zur Verträglichkeit von Lärm aus einem Kindergarten mit einem Wohngebiet. Wichtig sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Jugend zu stärken. Es dürfe aber nicht vergessen werden, daß Bildung nur dann Sinn mache, wenn Motivation und Anstrengungswille bei den Jugendlichen auch vorhanden sei. Der Wert eines Menschen hänge freilich nicht von seiner Leistungsfähigkeit ab, sondern es entspreche dem christlichen Wertebild, die eigenen Fähigkeiten optimal zu nutzen. Leider herrsche in der Gesellschaft immer noch ein großes Neid-Debatte vor, so Hermann abschließend. Anstatt daß man sich freue, daß jemand Erfolg habe, werde oftmals neidisch auf ihn herabgeblickt. Das sei eine fatale Einstellung. Miteinander zu reden sei besser als übereinander zu rden. Denn nur durch Erfolg und Leistung könne Bayern, und hier auch der ländliche Raum, zukunftsfest gemacht werden. Die Gesellschaft lebe nämlich von denen, die sich besonders engagierten und Leistung zeigten, und die mehr als ihre Pflicht täten. Auch im ehrenamtlichen Bereich da sei Bayern Spitzenreiter – in keinem anderen Bundesland gebe es so viele ehrenamtlich Aktive.


Vor dem Neujahresempfang, der im Sonnensaal stattfand, trug sich Joachim Hermann in Anwesenheit des fast vollständigen Stadtrats in das Goldene Buch der Stadt Wassertrüdingen ein. Bürgermeister Hugo Pelczer trug dem Fraktionsvorsitzenden dabei einige Problemfelder der Stadt Wassertrüdingen vor, so die sinkende Einwohnerzahl, die schrumpfenden Zuweisungen aus der Städtebauförderung, und die Verzögerungen bei der Dorferneuerung. Es gebe aber auch einige positiven Entwicklungen, so werde die Verkehrsinfrastruktur ständig optimiert, die Einführung der sechsstufigen Realschule habe den Schulstandort Wassertrüdingen weiter gestärkt. Als besonders positiv hob Pelczer das gute Einvernehmen im Stadtrat über die Fraktionen hinweg heraus. Joachim Hermann sagte, daß er es besonders schätze, daß Bürgermeister Hugo Pelczer nicht nur jammere, sondern positive Ansätze herausgearbeitet habe und zusammen mit dem Stadtrat mutig in die Zukunft blicke. Hermann versicherte, daß die Landtagsfraktion weiterhin an der Neuausweisung der B 131 neu, die in den nächsten Jahren über den Hesselbergraum die A 7 Füssen – Würzburg mit der A 9 München – Nürnberg verbinden soll, arbeite. Er habe bei der Einfahrt in die Stadt ein sehr positives Bild von Wassertrüdingen gewonnen. Die Zukunft des ländlichen Raums liege der CSU-Fraktion ganz besonders am Herzen. Die Metropolregionen Nürnberg und München seien für Bayern sehr wichtig, dabei dürfe der ländliche Raum aber nicht vernachlässigt werden. Er sei sicher, dass Wassertrüdingen gute Zukunftschancen habe.

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