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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

DFK-Förderklassen in Wassertrüdingen - ein Erfolgsrezept

DFK-Förderklassen in Wassertrüdingen

Es läuft sehr gut und wir sind hochzufrieden.“ Albert Schiepek, Direktor des Förderzentrums Dinkelsbühl, und Georg Kunkel, Rektor der Grundschule Wassertrüdingen, sind sich in ihrem positiven Resümee über drei Diagnose- und Förderklassen, die seit 2003 an der Grundschule Wassertrüdingen entstanden sind, einig. Besser hätte es fast nicht laufen können, so beide unisono. Manche Kinder tun sich schwer in ihrem Start ins Schulleben, und selbst die Grundschule stellt für den einen oder anderen eine enorme, fast nicht zu leistende Herausforderung dar. Seien es Entwicklungsverzögerungen oder auch besondere soziale Strukturen – es gibt Kinder denen der Einstieg ins schulische Lernen enorm schwer fällt. Und wer aus dem Hesselbergraum war, mußte bis zum Jahr 2003 bei Lernschwierigkeiten, die im Kindergarten, bei der SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) oder auch in der Aufnahmeprüfung diagnostiziert wurden, in Absprache mit den Eltern nach Dinkelsbühl in die „Sonderschule“ fahren. Laut Georg Kunkel sei dies oft eine „Abstemplung“ und damit oft auch schwer gewesen, aus diesem Kreislauf herauszukommen. Sehr erfreut sei  man daher dann über den Beschluß des Schulausschusses des Ansbacher Kreistages gewesen, Kindern mit Lernschwierigkeiten aus dem Hesselbergraum ab dem Schuljahr 2003/2004 die tägliche Fahrt nach Dinkelsbühl zu ersparen, indem an der Wassertrüdinger Grundschule ein entsprechendes Angebot eingerichtet wurde. In drei Klassen und drei Jahrgangsstufen erlernen die Kinder an der Wassertrüdinger Grundschule nun den Stoff, den Grundschüler sonst in zwei Jahren beigebracht bekommen. Die Kinder sind in unmittelbarer Nähe der Aula untergebracht, „mitten im Herz der Schule“, lernen je nach Jahrgangsstufe und Fortschritt in ihren Sonderklassen und lernen nebenbei noch den Alltag an einer Grundschule kennen. Laut Pädagogin Sylvia Fröhling erfolgt diese Integration in den Schulalltag nahezu problemlos, die räumliche Anbindung schaffe vielfältige Kontaktmöglichkeiten etwa bei Sportveranstaltungen, bei gemeinsamen Wandertagen oder bei Schulfesten. Manchen Kindern fiele gar nicht mehr auf, daß sie eine „andere Schule“ besuchen. Das Ziel, die Kinder aus den DFK-Klassen in die reguläre Grundschule zu überführen, habe man dabei immer vor Augen, so Rektor Kunkel. Wer es in den drei Jahren allerdings nicht schaffe, in die „normale“ Grundschule aufgenommen zu werden, sollte dann laut Direktor Schiepek nach der dritten DFK-Stufe die dritte Klasse im Förderzentrum Dinkelsbühl besuchen. Dies natürlich alles nur im Einvernehmen mit den Eltern, das Förderzentrum und die ihm angeschlossenen DFK-Klassen verstünden sich als reine Angebotsschule. In Wassertrüdingen führten jetzt Kinder der zweiten Klasse der Grundschule zusammen mit den DFK-Klassen das Musical „Der Regenbogenfisch“ auf. Dies sei ein gelebtes Beispiel der Integration, so Direktor Schiepek, der aus diesem Anlaß extra aus Dinkelsbühl angereist war um sich auch ein aktuelles Bild über den Lernfortschritt der DFK-Klassen zu machen.

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