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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

In der Erholungsregion Hesselberg fehlen Schlechtwetterangebote

Leute vor einer Agave

Für die Erholungsregion Hesselberg werde zu wenig geworben, zudem fehlen Schlechtwetterangebote, so das Resümee des Vorsitzenden Hugo Pelczer auf der Jahreshauptversammlung des Touristikverbandes Hesselberg. Wenn derzeit im Wassertrüdinger Stadtrat Gedanken auf Ansiedlung eines "Tourismusmagneten" gehegt würden, seien dies zunächst zwar noch "Visionen", diese lenkten aber deutlich den Blick auf ein enormes Defizit in der Region.  Er habe Sorge um die Zukunft des Touristikverbandes Hesselberg, so der Vorsitzende weiter. Das Denken, das nur durch effektive Werbung touristische Wertschöpfung in die Region gebracht werden könne, sei leider in vielen Köpfen noch nicht angekommen. Der Tourismus sei aber gerade in Franken ein wichtiger zukunftsorientierter Wirtschaftsfaktor. Vor allem der Einzelhandel könne neben dem Gastgewerbe davon profitieren, der Trend zu Inlandsreisen nehme zu. Man müsse immer wieder deutlich machen, daß ohne effektive Werbung keine Wertschöpfung durch Tourismus in der Erholungsregion möglich sei. Freilich wisse man, daß der vor allem ehrenamtlich aufgebaute Touristikverband nicht so perfekt arbeiten könne wie professionelle Tourismusbüros, und nur begrenzte Möglichkeiten zur Präsentation und Werbung habe, sehr viel Arbeitszeit der Haupt- und Nebenamtlichen im Verband werde gebunden durch Aktionen wie die "Tour de Hesselberg" und die "Vogelscheuchenparade". Mit 2 Euro Beitrag pro Einwohner pro Gemeinde und den Mitgliedsbeiträgen einiger weniger gewerblicher Mitglieder könne der Verband aber keine weiten Sprünge machen, das müsse jedem klar sein. Den Vorwurf, in der Geschäftsstelle werde zu wenig professionell gearbeitet, müsse man zwar zur Kenntnis nehmen, auch die Effizienz der Geschäftsstelle werde immer wieder hinterfragt, es sollte aber jedem klar sein, daß die teilzeitbeschäftigte Geschäftsführerin mit der Organisation von Großveranstaltungen ausgefüllt sei, da sei für andere Dinge nur noch wenig Zeit. Im Verband müsse man daher entscheiden, entweder mit mehr Geld mehr Professionalität in den Verband zu bringen, oder das Ehrenamt noch mehr fordern, was kaum möglich sei.


Im Schlechtwetterangebot sei die Erholungsregion ganz schlecht aufgestellt, so das Resümee Pelczers, schlechter als fast jede andere Tourismusregion in Bayern. Daher hege man in Wassertrüdingen "Visionen" über die Ansiedlung eines touristischen Zugpferds, das auf die ganze Erholungsregion ausstrahle und das Romantische Franken noch mehr mit dem Fränkischen Seenland verknüpfe. Wichtig, aber auch sehr schwierig sei es, hierzu einen Betreiber und einen Investor zusammenzubringen. Der Status des "Weltkulturerbes Limes" berge enorme Chancen gerade auch für die Erholungsregion Hesselberg.  Pelczer sprach die auf dem Hesselberg geplante "Kachelmann-Wetterstation" an, der Touristikverband sah sich zunächst damit finanziell überfordert, nun starte man einen neuen Ansatz über die Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg. Diese Wetterstation könne sicher eine enorme Werbekraft für die Erholungsregion entwickeln. Als "Renner" in der Erholungsregion bezeichnete Pelczer die "Fränkische Moststraße" und "Schloß Dennenlohe", er forderte gerade in Zeiten des Klimawandels eine noch bessere Vermarktung des Energieerlebnisweges ein, dessen Trägerschaft der Touristikverband Hesselberg übernommen habe. Geschäftsführerin Doris Danner berichtete davon, dass die Internetpräsentation des Verbandes erneuert worden sei, das Schäferfest 2007 werde in Röckingen stattfinden. Danner dankte der Region Hesselberg AG unter ihrem Vorsitzenden Matthias Zimmermann, die für die am 8. Juli 2007 stattfindende Tour de Hesselberg 3.500 Euro für Präsente gesponsert habe. Der Streckenverlauf der Tour de Hesselberg sei leicht verändert worden, zudem gebe es keinen Halbmarathon mehr sonder einen Staffellauf und einen Behördenwettbewerb. Ohne großes ehrenamtliches Engagement sei es nicht möglich, die "Tour de Hesselberg" durchzuführen. Sehr gut angenommen würden geführte Motorradtouren mit dem Motorradclub Wassertrüdingen, mehrere Bus-Gruppen hätten sich schon kurz nach der Eröffnung für einen Besuch der "Vogelscheuchenparade" auf den Hesselberg angemeldet. Sehr erfreulich sei die hervorragende Zusammenarbeit des Touristikverbandes mit dem Touristikservice Dinkelsbühl und den AGIL-Gemeinden, so Danner abschließend. Der Arbeitskreis Tourismus, Wirtschaft und Landwirtschaft der Entwicklungsregion Hesselberg sei zu einer Ideenschmiede geworden, es sei in Vorbereitung, die Region Hesselberg als „Genuß-Region für Leib und Seele“ zu vermarkten. Gästeführer Walther Oberhäuser berichtete von Führungen und Museumsbesuchen, die Zahlen seien stabil mit steigender Tendenz gewesen, Schloss Dennenlohe sprenge natürlich den Rahmen, laufe aber sowieso autonom. Im Bereich "Limes" gebe es noch enormes Entwicklungspotential für Führungen. Oberhäußer regte an, die Mittelpunktsfunktion des Hesselbergs zwischen Romantischer Straße und Fränkischem Seenland noch mehr herauszustellen und zu nutzen. Er trug einige Kritiken und Anregungen vor, so etwa daß die Geschäftsführung des Touristikverbandes durch die Organisation der "Tour de Hesselberg" zu sehr gebunden werde, man müsse die Effektivität dieser Veranstaltung hinterfragen. Wichtiger sei es, daß "Paketangebote" für Touristen ausgearbeitet würden. Als unzureichend bezeichnete Oberhäußer die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle im Rathaus Wassertrüdingen. Pelczer erwiderte, vieles sei besser umsetzbar wenn genügend Geld vorhanden sei, gerade dieses fehle aber im Verband. Doris Danner sagte, im Rathaus lägen knapp 150 verschiedene Prospekte aus, diese seien stets zugänglich selbst wenn die Geschäftsstelle geschlossen sei. Bürgermeister Martin Schuster (Weiltingen) regte abschließend an, in Zeiten des „Klimawandels“ den Energieerlebnisweg noch stärker auszubauen.

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