Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Der weltberühmte Windsbacher Knabenchor und seine Sprösslinge

Der weltberühmte Windsbacher Knabenchor

Manchmal ist der Zeitenlauf gnädig, er nimmt uns aus dem Alltagstrubel, läßt uns zurücklehnen und schenkt uns ein paar Stunden ohne Sorgen und schwere Gedanken. Ausgelöst wird dieser „Urlaub aus dem Alltag“ bisweilen durch besondere musikalische Ereignisse. Ein solches konnten über 1.200 Besucher jetzt anläßlich eines Benefizkonzerts in Schloß Dennenlohe erleben: Fünf Stunden Musik, „blaues Blut“, Barock und Blumenpracht, dazu kulinarische Genüsse - da entspannt die Seele. Hausherr Baron Robert von Süsskind bezeichnete es als einzigartiges Projekt, das der künstlerische Leiter von Schloß Dennenlohe, Stefan Hofmann, hier mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit umgesetzt habe: Ein Benefizkonzert für den Windsbacher Knabenchor, in dem nicht nur der Chor selbst, sondern auch seine „Sprösslinge“ wie „Viva Voce“, „Carus-Quintett“ und „Harmonia Vocalis“ ihren eigenen Auftritt hätten. Ein „Mega-Projekt“, das schließlich zum „Mega-Event“ wurde, dank  eines gnädigen Wettergottes, einer fantastischen Kulisse im Lustgarten und natürlich Künstlern, die „Windsbach“ in ihr Herz geschlossen haben und denen Karl-Friedrich Behringer eine besondere Leidenschaft für die Musik eingepflanzt hatte. Alle Facetten der „Windsbacher“ konnten anläßlich des Konzertes deutlich gemacht werden, die Stunden vergingen wie im Flug, und kaum einer wollte nach dem fantastischen Finale durch alle auf der Bühne versammelten Protagonisten wirklich gehen. Den Anfang machte der weltberühmte Windsbacher Knabenchor, der, so sein Leiter Behringer, „als Original niemals älter“ werde. Behringer zeigte sich beeindruckt von der fantastischen Atmosphäre im Dennenloher Lustgarten, er fühle sich an die Berliner Waldbühne erinnert, so der Chorleiter. Volkslieder, geistliche Lieder und Variationen über das berühmte „Sur le pont d'Avignon“ standen auf dem Repertoire der Windsbacher, die ihre Klasse zeigten, auch wenn eine krähende Gans aus Barons eigener Tierhaltung und ein kreisendes Flugzeug die Konzentration kurz etwas störten. Getragen und dezenter war dann der Auftritt des „Corus Quintett“, deren Programm von Schubert bis Brahms, thematisch von der Lorelei, Ähnchen von Tharau und dem „stille Grab“ am Waldessaum sicher in eine Kirche oder einen Festsaal besser gepaßt hätte als auf ein doch immer etwas unruhiges Festivalgelände, aber nachdem sich Stefan Hofmann ja auf die Fahnen geschrieben hatte, alle „Windsbacher Facetten“ vorzustellen, honorierte mit dieser Vorgabe und mit großem Verständnis das Publikum die Leistung des mit fantastischen Stimmen ausgestatten Quintetts mit kräftigen Applaus.

Der weltberühmte Windsbacher Knabenchor und seine Sprösslinge 

Ein wahres musikalisches Feuerwerk a la „Comedian Harmonists“ im Stil der 20er Jahre entfachte „Harmonia Vocalis“, die nur noch durch die Boy Group „Viva Voce“ getopt werden konnte. Die Höhepunkte der berühmten „A capella Band“ waren ein Dieter-Bohlen-Song in fünf musikalischen Stilrichtungen, und zwei verschiedene Lieder von Madonna, die ineinander gesungen wurden. Das Publikum tobte und wollte wiederholt Zugabe, die gerne gewährt wurde. Einen etwas anderen Kontext zeigte gleich nach der Pause das Dorenrei Theater mit Puppen auf, die etwa Mozarts „Zauberflöte“ zu Gehör brachten, und selbst das Operurgestein Luciana Pavarotti durfte, zumindest als Puppe, kurz auftreten. Zum Abschluß versammelte Behringer alle Protagonisten auf die Bühne, dazu Stefan Hofmann und Baron Robert von Süsskind, und er versprach dem begeisterten Publikum, in absehbarer Zeit dieses „Windsbacher Event“ in Dennenlohe zu wiederholen.

drucken nach oben