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Der Römerpark Ruffenhofen als "Leuchtturm" der Bayerischen Denkmalpflege - Innenminister Beckstein zu Besuch am Limes

Innenminister Beckstein zu Besuch am Limes

„Ich habe heute viel gelernt“, so Innenminister und designierter Bayerischer Ministerpräsident Günther Beckstein bei einem Besuch im Römerpark Ruffenhofen bei Wassertrüdingen und dem Römermuseum Weiltingen. Beckstein war einer Einladung des Zweckverbandsvorsitzenden Robert Höhenberger (Gerolfingen) gefolgt. Zahlreiche Bürgermeister, hohe Vertreter des Bezirks und der Denkmalpflege, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Gerhard Wägemann und Günther Babel hatten sich zum Besuch des Ministers eingefunden.


Der Archäologe des Zweckverbands, Dr. Matthias Pausch, stellte den Römerpark und die Pläne des Zweckverbands vor. Erfolg versprechend sei nur, wenn die Besucher vor Ort etwas sehen könnten. Daher soll, neben Mini-Castrum, Aussichtshügel und pflanzlichen Visualisierungen ein Museum errichtet werden, dessen Baupläne die Stadt Dinkelsbühl erstellt habe. Die Bauleitplanung sei nach den Planentwürfen des Zweckverbands und des Arbeitskreises Limes/Kastell Ruffenhofen von der Stadt Wassertrüdingen erstellt worden. Der Römerpark und das Museum erfreuten sich steigender Besucherzahlen, wobei von Besuchern immer wieder deutlich gemacht werde, daß noch mehr Darstellung im Römerpark erwartet werde. Auf die Nachfrage Becksteins, wer denn im Zweckverband zusammengeschlossen sei, antwortete Bürgermeister Alfons Brandl (Herrieden), Geschäftsführer der Region Hesselberg, daß nicht nur die drei Zweckverbandsgemeinden, sondern die ganze Region Hesselberg mit ihren 25 Gemeinden hinter der Sache stünde. Der Römerpark sei ein Leuchtturm in der Region und strahle weit darüber hinaus. „Herr Minister, die Bevölkerung der Region Hesselberg steht hinter dem Römerpark“, so Brandl. Beckstein stellte fest, daß der Limes, seit kurzem ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen, in Bayern noch mehr Wertschätzung erfahren müsse. Die Aufgabe müsse sein, Geschichte erlebbar zu machen. Er sei gespannt, was hier südlich des Hesselbergs noch entstehe, so Beckstein. Staatliche Mittel seien ja schon in Aussicht gestellt, könnten aber natürlich nur eine zusätzliche Finanzierung sein. Höhenberger betonte, der Römerpark mit Museum dürfe nicht irgendwo kopiert werden, etwa aus Aalen und Weißenburg, sondern müsse zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickelt werden. Landeskonservator Dr. Sebastian Sommer erläuterte dem Minister, daß die Bayerische Landesdenkmalpflege dem Römerpark Ruffenhofen einen herausragende Bedeutung zumesse, hier dürfe es aber nicht nur um Bewahrung gehen, sondern es müsse vor Ort etwas zu sehen sein, und daher sei ein Museumsbau dringend notwendig. „Wir haben hier einen unermesslichen Schatz im Boden“, so Dr. Sommer. Ruffenhofen sei ein „Leuchtturm im Sinne der Denkmalpflege“ und ein „Extrem-Zukunftsweisendes“ Projekt. Beckstein ließ sich dann auf der Fläche des Römerparks zeigen, was bisher aus den Gestaltungsplänen schon umgesetzt wurde. Mit Günther Babel und Gerhard Wägemann hätten der Römerpark und der Limes vehemente Fürsprecher in München, so Beckstein bei der Verabschiedung.

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