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Liebe und Leidenschaft - Verdi und Mozart

Liebe und Leidenschaft - Verdi und Mozart

Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht, Herzschmerz und Tragik – wo könnten diese elementaren menschlichen Gefühle intensiver ausgedrückt werden als in der italienischen Oper oder in Operetten mit italienischem Kontext. Ein buntes Potpourri aus der Klassikmusikwelt präsentierten jetzt Studierende der Hochschule für Musik, Nürnberg, im Auerhahnsaal von Schloß Dennenlohe. Die Zuhörer erwartete ein Riesenprogramm mit 23 Stationen, dargebracht von hochbegabten und künstlerisch versierten Studenten, begleitet von Dozent Werner Dörmann am Flügel. Das Ambiente im Auerhahnsaal, ausgeschmückt mit Kerzenleuchtern und dem Blick auf das Schloß, trug zu einer ganz besonderen Atmosphäre bei, in der man sich gerne auf eine musikalische Reise nach Italien mitnehmen ließ. Bereits der Auftakt mit einem Duett und einem Terzett aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Cosi fan tutte“ war ein Höhepunkt, wenn auch die Mezzosopranistin Susanne Heinzmann gesundheitlich etwas angeschlagen war. Dennoch sie hielt tapfer durch, und selbst mit belegten Stimmbändern zeigte sie ihre Klasse. Annette Kroll (Sopran) und Marco Bappert (Bariton) zeigten bereits zu Beginn auf, welche Stimmgewalt und welche musikalische Klasse sie bereits erreicht haben. Die Mezzosopranistin Eva Schuster machte während des Konzerts eine Wandlung durch. Am Anfang, bei einer Arie aus Händels „Radamisto“ war sie noch sehr zurückhaltend, später entwickelte sie eine ungemeine musikalische Leidenschaft und Inbrunst, die vor allem in den Duetten mit Marco Bappert (aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla“) und Annette Kroll (aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach) deutlich wurde. Zweifellos der musikalische Höhepunkt des Abends war der Tenor Bernardo Kim, ein Schüler des bekannten Wagnersängers Siegfried Jerusalem, der mit einer fast an den großen Caruso erinnernden gewaltigen Stimme die Zuhörer begeisterte, sowohl mit einem Trinklied Verdis als auch mit dem Gondellied des Caramello aus Johann Strauss' „Eine Nacht in Venedig“. Der Sopranistin Silvia Heil gelang es, einen weiblichen musikalischen Höhepunkt zu setzen, wobei das Duett aus Donizettis „Don Pasquale“ mit Bappert ihr zweifellos das Meisterstück war. Arien und ein Duett von Giacomo Puccini aus „La Boheme“ und „Gianni Schicci“ sowie eine Arie je aus Verdis „Maskenball“ und „Rigoletto“ ergänzten das ausgesuchte, hervorragend zusammengestellte Programm. Das zum Abschluß von allen sechs Protagonisten vorgetragene Trinklied aus Verdis „La Traviata“ mußte nach vehementen Forderungen des Publikums auf Zugabe wiederholt werden.

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