Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Regionales Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht

Regionales Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht

154 Projekte wurden in das neue Regionale Entwicklungskonzept (REK) für die Region Hesselberg aufgenommen, welches nunmehr fertig gestellt ist. Das REK ist Grundlage für die neue EU-Förderung nach LEADERplus. Allerdings sind die Mittel begrenzt: Nur 1,3 Millionen Euro stehen an Fördermitteln bereit, 20 Millionen würden die Projekte benötigen. Und einen Teil des „finanziellen Kuchens“ frißt schon die Verwaltung in Unterschwaningen auf. Dennoch gab man sich im Rahmen einer Konferenz der Lokalen Aktionsgruppe Altmühl-Wörnitz mit der Hesselberg AG, der Strategiegruppe und den Gesellschaftern der Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg optimistisch, in den nächsten Jahren die Wertschöpfung in der Region Hesselberg nachhaltig stärken zu können. Als Schlüsselprojekte sieht man die „Fränkische Moststraße“, den „Römerpark Ruffenhofen“, Schloß Dennenlohe und eine „Qualitätsoffensive für den Tourismus“ an. Regionalmanagerin Ute Vieting betonte, daß rund 1000 Menschen an der Projektentwicklung und -umsetzung beteiligt seien. In der vergangenen LEADER-Phase (1998 bis 2006) habe man etliche Projekte umgesetzt, vor allem aber den regionalen Zusammenhalt gefördert und das Identitätsbewußtsein der Bevölkerung gestärkt. Handlungsbedarf sieht man in der neuen Förderphase neben dem touristischen Bereich vor allem auch im Bereich „Jugend“ sowie „Bildung und Qualifikation“. Dr. Manfred Geissendörfer von der FH Weihenstephan-Triesorf beleuchtete die Stärken und Schwächen der Region Hesselberg. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die stagnierende Bevölkerung vor allem im südlichen Bereich seien Gefahren, denen man begegnen müße, dennoch könne man optimistisch in die Zukunft blicken, da die Region verkehrstechnisch gut liege (zwischen den Metropolregionen Nürnberg und München), der Tourismus noch stark ausbaufähig sei, eine wertvolle Kulturlandschaft mit vielen Attraktionen vorhanden sei, und die Bevölkerung an der Weiterentwicklung „mitziehe“. Eine Chance für die Region sei in der derzeitigen „Work-Life-Balance“ zu sehen, was bedeutet, daß man in wenigen Regionen Deutschlands Leben und Arbeit so gut in Einklang bringen könne wie in der Region Hesselberg. Nur dieses auch außerhalb der Region zu vermitteln, etwa im Ballungsraum München, sei bisher nicht gelungen. Als Schlagwort hat man sich für die neue Förderphase die „Verbesserung der Lebensqualität in der Region Hesselberg“ gesetzt, die Menschen in der Region sieht man als die „wirklichen Werte“ der Region an. Schlüsselbereich der Weiterentwicklung sollen die Aufwertung des Images der Region Hesselberg, die Erschließung neuer Erwerbsfelder (z.B. im Bereich Tourismus), die Aufwertung der Lebensbedingungen in der gesamten Region und die Schaffung zweckmäßiger Strukturen sein. Nicht alle eingereichten Projekte wurden jedoch in das REK aufgenommen: So blieb etwa die Intention auf der Strecke, im südlichen Hesselbergraum einen Tourismusmagneten anzusiedeln, um den „Überschwappeffekt“ des Fränkischen Seenlands zu nutzen, indem ein Sekundärangebot für die Seenplatte im Hesselbergraum positioniert wird (z.B. Freizeit- und Wellnesscenter). Auch die Idee eines Dinkelsbühler Bürgers, auf dem Hesselberg eine Sommerrodelbahn anzusiedeln, wurde verworfen. Ein wichtiges Thema im neuen REK ist jedoch die Aufwertung der Flußbäder in der Region, sowie die Ausgestaltung des Krummweihergeländes in Bechhofen. Auch an die Schaffung von Minigolfanlagen und Seniorenspielplätze ist gedacht.

drucken nach oben