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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Die Fränkische Moststraße als Erfolgsmodell - Ökologie und Ökonomie im Gleichklang

Zwei Frauen vor einem Apfelbaum

Österreich hat es vorgemacht, die Region Hesselberg zieht erfolgreich nach: Laut der nun vorgelegten Zwischenbilanz von Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband ist die „Fränkische Moststraße“ ein Erfolgsmodell, trotz zugesagter aber dann doch nicht zur Verfügung stehender europäischer Fördermittel habe man in der Region Hesselberg bereits jetzt eine Steigerung der Wertschöpfung durch die „Fränkische Moststraße“ erreicht. Aktiver Bürgersinn habe zum Erfolg maßgeblich beigetragen. 20 Städte und Gemeinden in der Region Hesselberg, von Wassertrüdingen und Dinkelsbühl im Süden bis nach Leutershausen und Burgoberbach im Norden, hätten sich zur Arbeitsgemeinschaft „Fränkische Moststraße“ zusammengeschlossen. Im Jahre 2000 habe man laut Metz in Arbeitskreisen eine Strategie entwickelt, seit 2005 sei der Landschaftspflegeverband Mittelfranken an Bord. Eine Liste mit Projekten sei erstellt worden, die man Stück für Stück arbeite. „Schockierend“ sei gewesen, daß das Bayerische Landwirtschaftsministerium im Jahr 2006 plötzlich die europäischer Fördermittel „LEADER“ "eingefroren" habe, man hoffe in der nun beginnenden „ELER“ – Förderphase noch einiges an europäischen Fördermitteln für die „Fränkische Moststraße“ zu erhalten. Der Landschaftspflegeverband sehe seine Funktion nicht nur in der fachlichen Unterstützung lokaler Akteure vor Ort, sondern auch in der Information der Bevölkerung über die Intentionen der „Fränkischen Moststraße“, und in der Begleitung der Umsetzung von Projekten. Viele Projekte seien inzwischen auch schon umgesetzt, so Metz, so das Projekt „Kappelbuck“ bei Beyerberg, die Inthronisierung einer „Fränkischen Apfelkönigin“, verschiedene Festveranstaltungen rund um Obst aus der Region Hesselberg, etwa das „Röckinger Brennereifest“ und das „Mostfest Langensteinbach“, zudem sei ein Rezeptwettbewerb ins Leben gerufen worden, in einigen Gemeinden würden Obstbäume kartiert, und es sei eine Obstverwertungs- und Vermarktungsgesellschaft („allfra“) gegründet worden, die sehr erfolgreich Produkte aus Obst der Region Hesselberg verwerte und vermarkte. Durch „allfra“ sei es gelungen, den Bogen vom Naturschutz zur Ökonomie zu schlagen, so Metz zu diesem Thema. Zudem seien die Produkte inzwischen „kulinarische Botschafter der Region“, und nähmen damit ein Projekt der „Region Hesselberg AG“, des Zusammenschlusses der Unternehmer in der Region Hesselberg, auf. Metz bezeichnet „allfra“ als „Schlüsselprojekt im Spektrum der Fränkischen Moststraße“. Er hoffe, daß durch das lokale Produkt das Verbraucherbewusstsein steige und man noch mehr auf die heimischen Produkte zugreife, denn nur wenigen sei wohl bekannt, daß von den 2,4 Milliarden Litern Apfelsaft, die in Deutschland jährlich verbraucht würden, 70 Prozent nicht aus heimischen Obst, sondern aus Apfelsaftkonzentrat das aus Ländern wie China, Polen und sogar dem Iran importiert werde, hergestellt würden. „Die Wahrscheinlichkeit, im Apfelschorle eines Discounters für 37 Cent je Liter eine Spur Apfelsaft aus deutschem Streuobst zu finden, ist ungefähr so groß wie die Chance, am Hesselberg auf eine Goldader zu stoßen,“ so Metz. Über „allfra“ könne der Verbraucher direkt die Streuobstanpflanzung und -pflege rund um den Hesselberg aufwerten, zu einem lukrativen Geschäft für Privatleute und Vereine werden lassen und selbst hohe Qualität genießen. „Die Menschen in der Region sind in Bewegung“, so Metz abschließend, es seien über die „Fränkische Moststraße“ viele Netzwerke in der Region geschaffen worden, und zwar Netzwerke von Menschen, die mit großem Engagement und wachsender Begeisterung an der Moststraße mitwirkten. Wenn der Weg weiter so energisch weitergegangen werde, könne die „Fränkische Moststraße“ ein tatsächliches wirtschaftliches Standbein in der Region Hesselberg werden, ähnlich der „Wachau“ und dem „Mostviertel“ in Niederösterreich.

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