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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Auf den Spuren der Straußdynastie im Hesselbergraum - Franz Josef Strauß hatte Hesselbergblut in den Adern

Franz-Josef Strauß

In wenigen Tagen wird mit Günther Beckstein ein Mittelfranke zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt werden. Im Oktober 1982, vor genau 25 Jahren, stattete ein „oberbayrischer“ Bayerischer Ministerpräsident - allerdings mit mittelfränkischen Wurzeln - seiner alten Heimat im Osten des Hesselbergs einen Besuch ab.


In Wassertrüdingen ist man derzeit auf Spurensuche in Sachen „Straußdynastie“.  


Es war im Oktober ein wahrer Volksauflauf, als Franz Josef Strauß, über die „Spiegel-Affaire“ gestolperter Bundesverteidigungsminister, seit 1961 Vorsitzender der CSU und seit 1978 Bayerischer Ministerpräsident, den kleinen Ort Kemmathen bei Arberg und den Friedhof Großlellenfeld besuchte, auf dem seine Vorfahren ruhen. Franz Josef Strauß senior (1875 bis 1949), der Vater des späteren bayerischen Ministerpräsidenten, hatte zunächst in Kemmathen einen Bauernhof bewirtschaftet. Er absolvierte eine Metzgerlehre in Wassertrüdingen, ehe er nach München übersiedelte, wo er sich im Jahr 1904 als Metzger selbständig machen konnte. Herauszufinden, in welcher Wassertrüdinger Metzgerei Franz Josef Strauß senior seine Metzgerlehre verbrachte, ist bisher nicht gelungen. Sowohl die Handwerkskammer für München und Oberbayern als auch ihr mittelfränkisches Pedant, aber auch die Hanns-Seidel-Stiftung und der Autor der neuesten Straußbiografie belegen zwar schlüssig, daß Strauß seine Metzgerlehre in der Hesselbergstadt absolviert hatte, in welcher Metzgerei aber, daß bleibt ein Rätsel. Die Verantwortlichen, mit Stadtheimatpfleger Horst Kirchner an der Spitze, setzen daher auf das Wissen der Bevölkerung. Um die Jahrhundertwende gab es nämlich 16 Metzgereien in der Stadt, wie Stadtchronist Norbert Ott berichtet. Einhundert Jahre später waren es noch vier Ladenmetzger und sechs Gastwirtschaften mit angesiedelten Metzgereien. Wer Informationen über den Jungmetzger Franz Josef Strauß in Wassertrüdingen hat, wird daher gebeten, sich an Horst Kirchner zu wenden (Tel.: 0 98 32/18 23). In München wurde Franz Josef Strauß sen. am 16. Oktober 1906 das Heimatrecht verliehen. Kurz darauf, am 15. November des gleichen Jahres, heiratete er die aus dem Dorf Unterwemding bei Kelheim stammende Walburga Schießl (1877 bis 1962). Am 7. November 1916 erfolgte dann die Verleihung der Bürgerrechte. Geboren wurde der spätere Bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß am 6. September 1915 in München. Sein „Hesselberger Dickschädel“ und seine Bodenständigkeit mögen ein Grund für seinen beruflichen Erfolg gewesen sein.

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