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Stadt Wassertrüdingen am Hesselberg  |  E-Mail: poststelle@wassertruedingen.de  |  Online: http://www.wassertruedingen.de

Auf eigene Stärken besinnen und Synergien nutzen - Wassertrüdingen rüstet sich für die Zukunft

Forstkeller

Licht und Schatten – so das Ergebnis einer Grundlagenstudie, die die GfK Nürnberg jetzt im Wassertrüdinger Stadtrat präsentierte. Die Marktmöglichkeiten seien besser wie erwartet, allerdings muß Wassertrüdingen sich auf eigene Stärken besinnen und an sich arbeiten, um die Wertschöpfung zu steigern. Die GfK hatte den Einzelhandel untersucht, den Bereich Tourismus und Freizeit, die Hotellerie, den Bereich Wohnen und die Wirtschaft. Gutachter Thomas Thein von der GfK prognostizierte den Wassertrüdingern einen weiteren Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2020, wenn dieser auch moderat ausfalle. Dafür sei die Bevölkerungsstruktur in Wassertrüdingen jünger als erwartet, von einer „Vergreisung“ könne nicht gesprochen werden. In Wassertrüdingen herrsche „Vollbeschäftigung“, die Arbeitslosenzahl sei gering, und mehr Einpendler als Auspendler könne man in Wassertrüdingen registrieren. Mit 2.400 Arbeitsplätzen bei  6.000 Einwohnern habe Wassertrüdingen eine hervorragende Standortqualität. Unschlagbar im Vergleich zu Städten gleicher Größe ist Wassertrüdingen auch im Hinblick auf die Verkaufsflächen: Knapp 30.000 qm, das sei Spitze, so Gutachter Thein, wobei natürlich XXXLutz kräftig zu Buche schlage. Aber auch im Stadtzentrum selbst sei Wassertrüdingen mit 3.500 qm sehr gut aufgestellt. Hier setzte aber auch Kritik an – der Wassertrüdinger Einzelhandel, insbesondere im Bereich des Marktplatzes, präsentiere sich oft zu „altbacken“, teilweise wisse der Ortsunkundige gar nicht, was in dem Geschäft angeboten werde, vor dem er stehe. Die Gastronomie in Wassertrüdingen müsse ihr Angebot auch dringend aufbessern, so der Gutachter, um die Leute wieder in die Gasthäuser zu locken. Geradezu „katastrophal“ sei der Zustand im Hotelsektor. Nach der Schließung des Flair-Hotels „Zur Ente“ 2006 gebe es in Wassertrüdingen kein Übernachtungsangebot im gehobenen Segment mehr. Hier setzt der Gutachter an: eine exklusive Hotelanlage hätte in Wassertrüdingen gute Marktchancen, insbesondere in der Konnexion mit Schloß Dennenlohe und der Firma Schwarzkopf & Henkel, auch die zahlreichen Radfahrer würden in Wassertrüdingen bisher viel zu wenig abgeschöpft. Wenige Marktchancen prognostiziert die GfK der Stadt Wassertrüdingen, wenn sie sich um die Ansiedlung eines Bades normaler Größe bemüht, hier sei der Markt in der Region gesättigt. Diese gelte allerdings nicht, wenn es gelänge, einen überregional anziehenden „Tourismusmagneten“ anzusiedeln. Insgesamt bescheinigte der Gutachter der Stadt das Fehlen eines touristischen Highlights, und daher könne die Stadt Wassertrüdingen nicht von dem großen Touristenaufkommen im Romantischen Franken und im Fränkischen Seenland profitieren. Vom „Römerpark Ruffenhofen“ habe die Stadt Wassertrüdingen wenig zu erwarten, so ein weiteres Resümee der GfK.


Sein Fazit: Wenn Wassertrüdingen sich auf eigene Stärken besinne, sich touristisch besser aufstelle und Synergieeffekte nutze, zudem im wirtschaftlichen Bereich Bestandspflege betreibe und für eine gute Infrastruktur, müsse sich die Stadt trotz Bevölkerungsrückgang keine allzu großen Sorgen um die Zukunft machen.


 

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